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Was macht unsere Grube Luisenthal so bekannt? Ein Grund ist sicherlich das schreckliche Ereignis vom 7. Februar 1962

Ein anderer Grund ist im "Bergmannsfreund" Nr. 19 des Jahres 1899 nachzulesen.

- Hier ein kleiner Auszug -

Bergmännische Feier beim Anhauen des neuen Fettkohlenschachtes neben dem Albertschachte des Steinkohlenbergwerks "Gerhard"

Am 13. Februar d. J.

Ein hochwichtiges Ereignis für die Weiterentwicklung des Steinkohlenbergwerks Gerhard wird der 13. Februar jedenfalls für alle Zeiten bleiben, denn er brachte die lang ersehnte Stunde zum Anhieb des neuen Fettkohlenschachtes. Herrlicher warmer Sonnenschein umstrahlte die Grube Serlo und ihre Umgebung, als sich die Ehrengäste und die Festteilnehmer vormittags um 10.00 Uhr zum Schachtpunkte begaben. Die Grubenverwaltung hatte diesen Punkt aufs schönste ausgeschmückt, es war ein stattliches Gerüst, mit deutschen Flaggen und Tannengrün reichlich geziert, aufgebaut. In dem inneren Raume nahmen die Ehrengäste Aufstellung, während die Beamten des Werkes nach Süden, die Bergkapelle nach Westen und die Bergleute nach Norden Aufstellung genommen hatten. Zu Beginn der Feier spielte die Bergkapelle den Choral "Lobe den Herrn". Sodann nahm der Bergwerksdirektor, Herr Bergrat Hueck das Wort zu folgender Ansprache: Hochgeehrte Versammlung, verehrte Gäste, Beamte und Belegschaft der Grube Gerhard! Der heutige Tag ist für die Grube von besonderer Bedeutung. Es gilt ein Ereignis zu beginnen, welches für den engeren Inspektionsbezirk nicht nur, sondern das ganze Saarrevier von außerordentlicher Tragweite ist. Zum ersten Mal soll hier ein Schacht niedergebracht werden, der nicht dazu bestimmt ist, in alte, vertraute Verhältnisse einzudringen und Kohle aus den uns so wohl bekannten Flötzen zu Tage zu schaffen, sondern das Eindringen soll, in unbekannte Verhältnisse, um die hier in viel größerer Tiefe lagernden Fettkohlenflöze aufzuschließen ..............

Wie schon erwähnt, sind die ausgeführten Bohrungen auf Fettkohlen von Erfolg gewesen. Es ist noch in unserer freudigen Erinnerung, dass am 7. Juni am Bohrturm jenseits der Saar auf Klarenthaler Höhe die Flagge aufstieg zum Zeichen, dass das erste Fettkohlenflötz durchbohrt war. Es folgte fast Tag auf Tag Flötz auf Flötz zum Teil in einer Mächtigkeit, die die schönsten Hoffnungen erwachen lässt. Bis zur Teufe von über 1000 m wurde die ganze, im östlichen Teile des Saarbezirks seid lange in Bau begriffene, und herrliche Kohlen zu Tage bringene Fettkohlengruppe durchbohrt und zweifelslos als solche in ausgezeichneter Ablagerung erkannt. Nun galt es nur noch, möglicht schnell den Plan zur Erschließung dieser reichen Schächte zu entwerfen. Auch dies ist gelungen und.........

 

 

Bild 1 und 2 Kopie von Original