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Katholischer Bergmannsverein Saarwellingen

 

Die Gründung des Katholischen Bergmannsvereins Saarwellingen vollzog sich im Jahre 1850 , als 14 Bergleute unter der Führung von Jakob Mahler (genannt “Der Arig”) sich zu einem Verein zusammenschlossen. Der Verein wurde als Bergmanns - Sterbekassenverein gegründet.

 

Da der saarländische Bergbau in der Entstehung seiner Tagesstrecken nur bedingt Arbeitsplätze anbieten konnte, wanderten viele Saarwellinger nach Sachsen aus und fanden Arbeit in den Erzgruben. Bei ihrer Rückkehr brachten sie die ersten Bergkittel nach Saarwellingen mit, und Schneidermeister Nickel Krämer (genannt Schorschen Krummer) spezialisierte sich auf das Herstellen dieser Bergkittel.

 

Bereits im Jahre 1854 konnte sich der Bergmannsverein Saarwellingen eine Vereinsfahne anschaffen. Die ersten Schachthüte, Häkel und Arschleder wurden anfangs der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts angeschafft. Der Beitrag war zur damaligen Zeit alle drei Monate 50 Pfg.. Wer dreimal hinter einander den Beitrag säumig blieb, wurde aus dem Verein ausgeschlossen.

 

Im Jahre 1895 gründete der Bergmanns - Sterbekassenverein einen Bergmanns - Gesangverein. Eine Reihe guter Sänger des Gesangvereins “Concordia” traten mit ihrem Dirigenten, Lehrer Mettler, dem neuen Chor bei. Die Aktivitäten des Bergmannschores hatten nicht lange Bestand, der Chor wurde nach einigen Jahren aufgelöst. Lehrer Mettler wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Zu dieser Zeit gab sich der Verein den Namen “Katholischer Bergmannsverein Saarwellingen”.

 

Das Jahr 1900 brachte dem Verein eine schwere Krise. Ein Mehrheitsbeschluß hatte zur Folge, daß viele Mitglieder aus dem Verein austraten und unter dem Namen “Katholischer Knappenverein” eine neue Gemeinschaft gründeten. Als Vorsitzende des Knappenvereins sind bekannt: Nikolaus Stein, Nikolaus Pontius, Mathias Zenner und Jakob Zender.

 

Als im Jahre 1932 die Mitgliedszahl des Knappenvereins auf 44 sank, löste sich der Verein auf, und die Mitglieder traten wieder dem “Katholischen Bergmannsverein” bei. Die Fahne des Katholischen Knappenvereins ging in den Besitz des Katholischen Bergmannsvereins über. 310 Mitglieder zählte der Bergmannsverein im Jahre 1947.

 

Durch die Wirren der Kriegsjahre fehlen für die Zeit von 1932 bis 1951 alle Unterlagen. Die erste Niederschrift der Generalversammlung vom 18. Januar 1951 weist einen Mitgliedsbestand von 350 nach.

 

Rege Aktivitäten wie Kirchgänge an Kirmesmontag und am St. Barbara - Tag sowie die Teilnahme an weltlichen Veranstaltungen zeichnen den Bergmannsverein heute noch aus.

 

Das 100jährige Bestehen konnte wegen eines Verbotes der französischen Militärregierung erst verspätet im Jahre 1956 gefeiert werden.

 

Ein Rückgang der Mitgliederzahlen hatte im Jahre 1960 zur Folge, daß Frauen und Erwerbstätige anderer Berufe dem Verein beitreten konnten.

 

Als im Jahre 1961 im Ortsteil Wald die neue Pfarrei St. Pius entstand, wurde eigens für diesen Ortsteil eine neue Fahne angeschafft.

 

Zum 120jährigen Bestehen im Jahre 1969 brachte der Bergmannsverein die erste Festschrift heraus. 571 Mitglieder konnte der “Katholische Bergmannsverein Saarwellingen” im Jahre 1970 nachweisen.

 

Unter der Teilnahme der Ortsvereine und vieler befreundeter Vereine feierte der Bergmannsverein im Jahre 1989 sein 140jähriges Bestehen.

 

Der “Katholische Bergmannsverein” Saarwellingen wurde in seiner langen Bestandszeit von folgenden Vorsitzenden geführt: Jakob Mahler, Baptist Werth,  Johann Sander, Peter Kessler, Johann - Josef Müller, Peter Geraldy, Mathias Hessedenz, Peter Paulus, Jakob Martin, Peter Hild, Peter Scherer, Richard Ziegler, Ernst Holz und Werner Zender.

 
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