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Knappenverein Rubenheim 1872

 

Der Knappenverein Rubenheim wurde im Jahre 1872 als Bergmannssterbekasse gegründet. Leider existieren von der Zeit der Gründung bis nach dem Zweiten Weltkrieg kaum Unterlagen, so daß die vorhandenen Informationen der Vereinsgeschichte in der Hauptsache auf mündlichen Überlieferungen durch ältere Vereinsmitglieder beruhen.

 

Spenden der Mitglieder ermöglichten dem Knappenverein Rubenheim die Anschaffung einer Vereinsfahne, die am Dreifaltigkeitssonntag 1875 von Pfarrer Georg Walle eingeweiht wurde. Die Existenz der Fahne, die dem Verein nach einer Renovierung im Jahre 1970 heute noch zur Verfügung steht, ist dem Vereinsmitglied Jakob Fromm zu verdanken, der die Fahne in beiden Weltkriegen als Handgepäck verborgen mit in die Evakuierung nahm.

 

Traditionsgemäß wird jährlich der auf den Josefstag folgende Samstag als Feiertag in Rubenheim begangen. Diese Tradition besteht seit 1871 und ist auf einen Beschluß des damaligen “Fabrikrates” vom 26. Februar 1871 zurückzuführen, wonach als Dank für das unbeschadete Überstehen des Ortes Rubenheim während des “Deutsch-Französischen Krieges” (1870-1871) der Tag zum Feiertag erklärt wude. Der Knappenverein Rubenheim gelobte, den Feiertag mit einer “Kirchenparade” und anschließendem Dankgottesdienst zu begehen. Das Gelöbnis hat heute noch Bestand.

 

Eigens zur Gestaltung der Meßfeier zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute am St. Barbara-Tag wurde im Jahre 1985 der “Bliesknappenchor Rubenheim” gegründet. Der Chor, der von Kreischorleiter Heiner Oesterlein geleitet wird, zählt zur Zeit 24 Sänger und steht dem Knappenverein auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung. In abwechselnder Reihenfolge findet die Meßfeier zum Barbara-Tag einmal in Rubenheim und einmal in Herbitzheim statt. Nach der Meßfeier treffen sich die Mitglieder des Knappenvereins zur Generalversammlung, um dann am Nachmittag den Barbara-Tag bei einem gemütlichen Beisammensein mit den Familienangehörigen zu begehen.

 

Zum Gedenken der in Ausübung ihres Berufes verstorbenen Mitglieder wurde vom Knappenverein Rubenheim in der Ortsmitte ein Bergarbeiterdenkmal errichtet. Während der Knappenverein die Kosten von 70.000,- DM trug, wurde der Platz von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Die künstlerische Gestaltung des Denkmals, das einen aus Kalkstein gemauerten Halbkreis als Symbol für einen Grubenschacht darstellt und einen Bergarbeiter in Arbeitskleidung sowie einen Blumentrog und das Ortswappen zeigt, lag in den Händen von Steinbildhauer Werner Klöckner. Das Bergarbeiterdenkmal wurde am 29. Mai 1994 in Anwesenheit von 18 Knappenvereinen durch Pfarrer Alois Gabriel feierlich eingeweiht.

 

Dem Knappenverein Rubenheim standen in seinem über 120jährigen Bestehen, das im Jahre 1992 im Rahmen des 12. “Kleintiroler Weiherfestes” gebührend gefeiert wurde, folgende Vorsitzende vor:

Paul Hepp, Johann Knerr, Johann Heinrich Hepp, Heinrich Wagner (Bei genannten sind keine Jahreszahlen bekannt.),

Otto Welsch                (1918-1924)                          Heinz Müller              (1960-1964)

Alois Farawell              (1924-1951)                          Jakob Abel                 (1964-1982)

Otmar Motsch             (1951-1958)                          Otto Schöndorf            (seit 1982)

Alois Kempf                (1958-1960)

 

63 Mitglieder  zählt der Knappenverein Rubenheim 1872 zur Zeit.

 
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