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Knappenverein 1868 Rohrbach

 

Unter dem Namen “Knappenverein 1868 Rohrbach” schlossen sich am 24. April 1964 die bis dahin getrennten Knappenvereine St. Johannes und St. Barbara Rohrbach zusammen. Mit dem Gründungsjahr des ältesten Vereins von Rohrbach beschloß die Fusionsversammlung fortan den Namen “Knappenverein 1868 Rohrbach” zu führen.

 

Der Knappenverein St. Johannes wurde am 24. Juni 1868 im Lokal Nikolaus Rohe gegründet. Dem Verein gehörten nur Mitglieder an, die auf preußischen Gruben beschäftigt waren. Bei der Gründung hatte der Knappenverein St. Johannes bereits 135 Mitglieder zu verzeichnen. Zu dieser Zeit zählte die Gemeinde Rohrbach 1200 Einwohner. Die Mitglieder des Knappenvereins St. Johannes waren ausschließlich auf der Grube Heinitz beschäftigt. Als Zweck des Vereins nennen die Statuten die “Vereinigung der auf den Königlich Preußischen Gruben beschäftigten Bergleute sowie die Förderung ihrer geselligen und anständigen Unterhaltung und passenden Belehrung. Besprechungen über Politik und Confessionen sind vom Verein ausgeschlossen.”

 

Die erste Vereinsfahne konnte schon ein Jahr nach der Gründung, am 24. Juni 1869, eingeweiht werden. Sie wurde jährlich am 26. Juni, am Fest des hl. Johannes des Täufers, in feierlicher Kirchenparade zur Engelbertskirche nach St. Ingbert getragen. Nachdem im Jahre 1895 Rohrbach eine eigene Kirche erbaute, wurde die Tradition der Kirchenparade in dieser Kirche fortgesetzt. Die Kirche in Rohrbach ist dem heiligen Johannes geweiht, und man nimmt an, daß das Patronat des heiligen Johannes durch die Bergleute angeregt wurde.

 

Die Tradition der Kirchenparade wurde in den Jahren 1937 bis 1945 unterbrochen. Hier enden die Aufzeichnungen über den Knappenverein St. Johannes.

 

Der Bau der eigenen Pfarrkirche in Rohrbach im Jahre 1895 war für Pfarrer Detzel Anlaß, die Gründung des Knappenvereins St. Barbara zu betreiben. Während dem Knappenverein “St. Johannes” die Bergleute der Königlich Preußischen Grube Heinitz angehörten, schlossen sich am 21. September 1895 die Bergleute der Königlich Bayrischen Grube St. Ingbert im Knappenverein “St. Barbara” zusammen. Somit existierten in Rohrbach der “Preußische Knappenverein” und der “Bayrische Knappenverein”, die ihre Patronatsfeste auch unterschiedlich, nämlich der “Preußische Knappenverein” am Johannes - Tag und der “Bayrische Knappenverein” am Barbara - Tag, feierten.

 

Durch “Kontrollratsbeschluß” wurde der Knappenverein St. Barbara im Jahre 1945 verboten, und das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt.

Drei Jahre später, am 22. Februar 1948, wurde der Knappenverein St. Barbara Rohrbach nach Genehmigung durch den Landrat neu gegründet. Der Verein zählte zu dieser Zeit 90 Mitglieder.

Im Jahre 1957 fand eine erneute Fahnenweihe statt. Diese Fahne des Knappenvereins St. Barbara steht dem jetzigen “Knappenverein 1868 Rohrbach” zur Verfügung.

 

Nach Schließung der Gruben St. Ingbert (1959) und Heinitz (1962) und der damit verbundenen Verlegung der Bergleute zur Grube Jägersfreude wurde die Fusion der beiden Knappenvereine in Rohrbach angestrebt und am 12. April 1964 vollzogen.

 

Das Gründungsjahr des Knappenvereins 1868 wurde im Jahre 1988 als 120jähriges Stiftungsfest unter dem Vorsitz von Ottmar Schmitt gebührend gefeiert.

 
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