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Berg- und Hüttenarbeiterverein Landsweiler e.V.

 

Zum Dank für einen erfolgreich verlaufenen Streik errichteten im Jahre 1889 Bergleute von Landsweiler auf “Spitzeich” ein Kreuz mit der Inschrift: “Errichtet zur Ehre Gottes, durch Bergleute aus Landsweiler im Jahre 1889”. Obwohl keine Aufzeichnungen vorhanden sind, geht man davon aus, daß dies das Gründungsjahr des Bergmannsvereins Landsweiler war. Bis dahin gehörten die Bergleute aus Landsweiler dem Bergmannsverein Lebach an.

 

Als Initiator der Gründung des Bergmannsvereins Landsweiler gilt Johann Glock, der infolge des Streiks vom 23. Mai bis 2. Juni 1889, wie viele andere Bergleute, von der Grubenbehörde gemaßregelt und entlassen worden war.

 

Peter Weber übernahm in der Gründungsversammlung, über die keine Niederschrift existiert, die Leitung des Bergmannsvereins Landsweiler als 1. Vorsitzender.

 

Ein lückenloses Protokollbuch zeigt die Geschichte des Vereins ab dem Jahre 1900 auf.

 

Aufgrund einer kaiserlichen Regierungsverordnung, die das Vereinsgesetz neu regelte, wandelte sich der Verein im Jahre 1904 in den “Bergmannsverein der Gemeinde Landsweiler” um. Der behördlichen Forderung entsprechend galt als Zweck des Vereins die freie Unterstützung der Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder durch Zuwendungen aus einer Sterbegeldkasse.

 

Aus den Aufzeichnungen ist die Anschaffung einer ersten Vereinsfahne nicht ersichtlich, lediglich ist im Jahresbericht von 1907 die Neuwahl von drei Fahnenträgern vermerkt, so daß daraus geschlossen werden kann, daß der Verin bereits vor 1907 eine Vereinsfahne besessen hatte.

 

Auf Beschluß der Generalversammlung wurde im Jahre 1922 die zweite Vereinsfahne angeschafft. Hierfür hatten die Aktiven 5,- Frs. und Rentner und Witwen 2,- Frs. an die Vereinskasse als Fahnengeld zu entrichten. Die Fahnenweihe fand noch im gleichen Jahr statt.

 

Im Jahre 1926 beschloß man die Aufnahme der Hüttenleute in den Bergmannsverein Landsweiler und änderte den Namen in “Berg- und Hüttenarbeiterverein Landsweiler” um.

 

Wohl aus heutiger Sicht unverständlich ist der Beschluß der Generalversammlung aus dem Jahre 1933, die erste Vereinsfahne zu verbrennen.

 

Ohne den Verein aufzulösen, ruhte während des Zweiten Weltkrieges die Vereinsarbeit. Nach Aufhebung des durch die Besatzungsmacht erlassenen Versammlungsverbotes nahm der Verin im Januar 1947 seine Vereinsarbeit wieder auf. Kirchliche und weltliche Feiern wurden für den Verein wieder zur Normalität, und die Auszahlung von Sterbegeldern bei Todesfällen konnte auch wieder erfolgen.

 

Das im Jahre 1896 errichtete Kreuz auf “Spitzeich” renovierte der Berg- und Hüttenarbeiterverein Landsweiler im Jahre 1953.

 

Aufgrund eines fehlenden Emblems der Hüttenleute auf der Vereinsfahne wurde im Jahre 1960 eine neue Fahne  zum Preis von 1.460,- DM angeschafft.

 

Acht Mitglieder des Berg- und Hüttenarbeitervereins Landsweiler fanden beim Grubenunglück Luisenthal im Jahre 1962 den Tod.

Wegen Umbauarbeiten der Bundesstraße 268 mußte das Bergmannskreuz 1966 von der “Spitzeich” entfernt werden. Ein neues Kreuz, das von Bildhauer Wernst Brauner geschaffen wurde, errichtete man am 30. August 1986 auf der Gemarkung “Alte Nachtweide”. Das alte Bergmannskreuz fand 1991 einen Platz an der Pfarrkirche Landsweiler.

 

Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister erfolgte im Jahre 1961.

 

Als Vorsitzende weist die Chronik des “Berg- und Hüttenarbeitervereins Landsweiler e.V.” folgende Mitglieder nach:

 

Peter Weber                (1889-1900)               Peter Mees               (1927-1933)

Jakob König                (1900-1904)               Theodor Bauer (1933-1936)

Nikolaus Naumann            (1904-1911)               Georg Irsch                (1936-1937)

Jakob Weber               (1911-1914)               Peter Schmitt-Groß            (1937)

Michel Groß                (1914-1919)               Georg Scheid              (1937-1947)

Jakob Weber               (1919-1921)               Nikolaus Knodt            (1947-1949)

Johann Zeimer              (1921-1925)               Alois Weber             (1949-1956)

Johann Hassel              (1925-1927)               Ludwig Knobe (1956-1990)

                                                                        Günter Manns              (heute)

 
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