Sie sind hier: Home | Unsere Vereine | Gonnesweiler | Chronik

St. Barbara - Bruderschaft Gonnesweiler

 

Auf Wunsch von  Bergleuten der Pfarrgemeinde Gonnesweiler, eine Bruderschaft der heiligen Barbara zu gründen, wurde durch Kanzelverkündigung am 23. November 1958 eine Gründungsversammlung einberufen. In Anwesenheit von 37 Bergleuten wurde die Gründung der St. Barbara-Bruderschaft noch am gleichen Tag in der Kapelle Gonnesweiler auf Beschluß der Versammlung, die von Pastor Hommer geleitet wurde, vollzogen. Eine vorbereitete Satzung, aus der religiöse Zielsetzungen der Bruderschaft hervorgingen, wurde noch in gleicher Versammlung beschlossen. Peter Lehmens übernahm den Vorsitz der St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler. Als Präses sollte fortan der jeweilige Ortsgeistliche fungieren. Der Monatsbeitrag wurde auf 50 Franken festgelegt.

Die Beschaffung von Bergmannstrachten war ein dringendes Anliegen der noch jungen Bruderschaft, das vor allen die jüngeren Mitglieder betraf. Für die älteren Mitglieder wurde das Tragen von Bergmannsmützen empfohlen. Eine Lieferung von 28 Bergmannstrachten wurde bei einer Saarbrücker Firma in Auftrag gegeben.

 

Das zweite Bundestreffen der Diözese Trier fand am 26. Juni 1960 in Gonnesweiler statt. Dieses Bruderschaftstreffen nahm die St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler zum Anlaß, ihre für 1150,- DM erworbene Vereinsfahne in einem Festgottesdienst durch Prälat Dr. Weins aus Trier einweihen zu lassen. Während auf einer Seite der Fahne die Gottesmutter dargestellt ist, ist auf der anderen Seite das Bild der heiligen Barbara eingestickt. Die Fahne wird zur Zeit im Fahnenschrank der Pfarrkirche Gonnesweiler aufbewahrt.

 

Am 26. Januar 1969 wurde der 1. Vorsitzende der St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler, Peter Lehmens, Vorsitzender des neu gegründeten Landesverband Saar der Berg-, Hütten- und Knappenvereine. Dies war für ihn Anlaß, noch im gleichen Jahr seinen Vorsitz in der Bruderschaft für ein Jahr an Josef Dusendann weiterzugeben, um dann den Verein bis zum Jahre 1977 weiterzuführen und an Anton Detemple abzugeben..

 

In einem großen Rahmen feierte die St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler, in Verbindung mit dem fünften Landesverbandstreffen der Berg-, Hütten- und Knappenvereine des Saarlandes, in der Zeit vom 17. bis 19. Juni 1983 ihr 25jähriges Bestehen. 32 Bergmannsvereine und vier Musikkapellen nahmen an den Festlichkeiten teil und gestalteten eine farbenprächtige und von vielen Besuchern bestaunte Bergparade als Höhepunkt der Festveranstaltungen.

 

Mit der Anschaffung und Einweihung einer Barbara-Statue am 4. Dezember 1992 ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die Statue der heiligen Barbara, die in der Pfarrkirche Gonnesweiler aufgestellt wurde, ist aus Lindenholz gearbeitet und hat eine Höhe von 1,20 m.

 

Am 15. Februar 1993 erhielt die St. Barbara-Bruderschaft die Genehmigung des Bauvorantrages zur Errichtung eines Grubenstollens auf dem Vereinsplatz in Gonnesweiler. Initiator des Baus eines Grubenstollens war Schriftführer Robert Schneider. Nach zügigen Vor- und Fertigungsarbeiten wurde der Grubenstollen erstmals am 1. Mai 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die offizielle Einweihung des Grubenstollens erfolgte am 2. Juni 1996 in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Saar der Berg-, Hütten- und Knappenvereine. Unter der Schirmherrschaft von Bergwerksdirektor Dr.-Ing. Karl Heck wurden die Einweihungsfeierlichkeiten im Beisein von 55 Bergmannsvereinen begangen.

 

Anton Detemple, langjähriger Vorsitzender der St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler, stellte am 23. Juli 1994 seinen Vorsitz zur Verfügung. Nachfolger wurde Gerd Diehl.

 

Die St. Barbara-Bruderschaft Gonnesweiler versteht sich weiterhin als Verein zur Pflege der bergmännischen Tradition.

 
  • 1Chronik